Kunsttherapie

Kunsttherapie ist Psychotherapie mit kreativen Medien. Sie nutzt die Fähigkeit des Menschen, sich ohne Worte gestalterisch auszudrücken, für den therapeutischen Prozeß. Der analysierende Verstand kann zunächst zurücktreten und Raum geben für das Zutagetreten tieferer oft weniger bewusster Schichten. Diese bestimmen das Wahrnehmen, Denken und Handeln oft in erheblichem Maße.

 

Sowohl der Gestaltungsprozeß selbst als auch die Gestaltung sind Grundlage des therapeutischen Prozesses, in welchem Wahrnehmungs- und Handlungsmuster erlebbar werden und auf ihren Ursprung hin erforscht werden können. Es wird möglich, den zugrunde liegenden Gefühlen nachzuspüren und auch diese durch den Gestaltungsprozeß sichtbar und bewusst zu machen.

 

In einem sozusagen kreativen Experimentierraum können diese oft hinderlichen Muster verändert werden, neue Handlungsmöglichkeiten können zunächst in einem geschützten Rahmen ausprobiert und modifiziert werden. Das begleitende therapeutische Gespräch ermöglicht es ebenso, die bisher meist unbewusst ablaufenden Prozesse in Worte zu fassen und verstehbar zu machen, als auch neue Erfahrungen zu reflektieren und zu integrieren.

 

Die Kunsttherapie selbst hat keinen einheitlichen theoretischen Hintergrund. So gibt es neben vielfältigen humanistischen, kognitiven und verhaltenstherapeutischen Ansätzen auch psychoanalytisch oder psychodynamisch ausgerichtete Kunsttherapie.